Wenn Venen müde werden.

Durch mangelnde Bewegung und viel Stehen oder Sitzen lastet täglich viele Stunden ein hoher Druck auf dem Venensystem. Die Muskelpumpen unterstützen den Abtransport des Blutes nicht mehr ausreichend. Die Venen werden immer weiter ausgedehnt. Die Klappen können sich aufgrund des erweiterten Durchmessers nicht mehr schließen. Das Blut versackt und die oberflächlichen Venen, die nicht durch Muskeln oder Knochen gehalten werden, leiern aus und zeigen sich als geschlängelte Krampfadern.

Venenklappe offen
Venenklappe offen
Venenklappe geschlossen
Venenklappe geschlossen
Erste Anzeichen einer Venenerkrankung

Müde Beine, geschwollene Knöchel, Kribbeln und Jucken oder stechende Schmerzen in den Beinen können erste Anzeichen eines Krampfaderleidens sein, noch bevor etwas zu sehen ist. Weil das Blut nicht mehr zügig genug zum Herzen zurückfließt, wird Wasser aus den Venen in das umliegende Gewebe gepresst. Es kommt zu einer Schwellung besonders im Knöchelbereich. Wenn Sie diese Schwellung jeden Abend unabhängig von Ihrem Tagesablauf beobachten, so ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihre Venen bereits geschädigt sind. Bei sichtbaren Verdickungen haben Sie bereits oberflächliche Krampfadern.

Erweiterte Vene
Erweiterte Vene
Welche Venenerkrankungen gibt es?

Besenreiser

Das sind feine, dicht unter der Hautoberfläche liegende, sichtbare Äderchen. Sie sind wenige Millimeter oder Zentimeter lang und fächerförmig angeordnet. Besenreiser verursachen selten Beschwerden, meist stören sie kosmetisch. Sie können aber ein Warnsignal für darunter liegende Krampfadern sein.

Krampfadern

Wenn die Wand der Venen weich und ausgedehnt wird, schließen die Venenklappen nicht mehr. Das Blut staut sich. Die Venen geben noch weiter nach. So bilden sich nach und nach die stark geschlängelten Aderngeflechte. Ohne die richtige Therapie schreitet das Krampfaderleiden ständig fort. Mögliche Spätfolgen sind hier beschrieben.

Venenentzündung

Anzeichen für eine Venenentzündung sind eine deutliche Rötung, Schwellung, Überwärmung sowie starke Schmerzen entlang der Vene.

Thrombose

Bei einem gestörten Rückfluss vergrößert sich die Gefahr der Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) an den Gefäßwänden. Diese Pfropfen verstopfen die Vene und verhindern damit den Rückfluss des Blutes. Es kommt zu einer weiteren Schädigung des Venensystems. Erste Anzeichen sind Schwellung am Unterschenkel, teilweise Überwärmung, Schmerzen und Schweregefühl. Die Behandlung durch einen Arzt ist dringend erforderlich, da eine lebensgefährliche Lungenembolie die Folge sein kann.